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Original TitelVon der Rolle
Dauer88
Zutritt0 (12)
CastMaja & Theo, Kathrin & Martin, Sandro & Olivia
RegieVerena Endtner
GenreDokumentation
Produktion 2019 Suisse
VerleihALOCO GMBH

Vorpremiere mit anschliessendem Podiumsgespräch mit Verena Endtner (Regisseurin), Markus Tschannen (MAMA BLOG, TA), Adrian Küpfer (Radio SRF 1), Dan Riesen (Produzent) am Donnerstag, 27.2.20, 20 Uhr

VON DER ROLLE – wer hat die Hosen an und wer wäscht sie?
Was, wenn die Mutter das Geld verdient und der Vater zu den Kindern schaut? Ändern sich dann die traditionellen Rollenbilder? Regisseurin Verena Endtner folgt unterschiedlichen Menschen auf ihrer Suche nach einem erfüllten Arbeits- und Familienleben, abseits der vorgegebenen Rollenverteilung. Ihre Erfahrungen als arbeitende Mutter fliessen in kurzen Animationssequenzen ein. In humorvoller Weise werden dabei verkrustete Rollenbilder aufs Korn genommen.

Lassen Sie sich inspirieren!

Wir sind verunsichert. Kinder, oft die Krönung einer glücklichen Partnerschaft, stellen das bisherige Leben auf den Kopf. War zuvor Gleichberechtigung im Job und in der Partnerschaft eine Selbstverständlichkeit, gerät diese plötzlich ins Wanken. Männer möchten sich zwar mehr in der Familie engagieren, aber faktisch kann ein Backlash zur traditionellen Rollenverteilung ausgemacht werden - gerade einer von zehn arbeitet Teilzeit. Frauen fordern von ihren Partnern zwar mehr Engagement in der Familie, aber ihr Erwerbspensum stocken sie nicht auf – nur eine von zehn trägt mindestens die Hälfte zum Familieneinkommen bei. Dieses Dilemma wird von Müttern und Vätern meist als individueller Konflikt wahrgenommen, als persönliches Versagen, den eigenen Erwartungen und denen des Partners entsprechen zu können. Liegt es an den Strukturen, oder muss das Umdenken bei uns selbst stattfinden? In der Öffentlichkeit manifestiert sich die Dringlichkeit der Thematik z.B. in der Lancierung der Volksinitiative für einen gesetzlich verankerten Vaterschaftsurlaub, den Themen des nationalen Frauenstreiks 2019 oder neuen Wortschöpfungen wie «toxische Männlichkeit».